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Zigarren, Rum und Strand

Während einer Rundreise und anschließend beim Strandurlaub konnten wir einige Besonderheiten Kubas feststellen. Natürlich haben wir auch die typischen Oldtimer gesehen, aber es gab auch ein paar Dinge, die nicht so offensichtlich waren. Wegen der Vielzahl der Eindrücke können hier nur ein paar wenige herausgepickt werden. Nur so viel: Ein Besuch lohnt sich!

Kuba 


Stand: Februar 2015 Galerie-Kapstadt Galerie

Wenn man in Havanna landet, sollte ein Besuch der Altstadt auf dem Programm stehen. Nicht nur, wegen der vielen Oldtimer (links ein Exemplar, was wir unterwegs trafen), sondern auch wegen der historischen Plätze. Ideal ist es natürlich, wenn man eine Stadführung mitmachen kann.

Wenn man etwas aus dem Zentrum herausgeht, in die alten Wohngegenden, findet man immer wieder wie sehr die Kubaner versuchen, trotz beschränkter Mittel, ihre Häuser zu verschönern. Sei es mit Singvögeln, oder besonderem Pflaster vor dem Haus oder, wie wir es etwas ausserhalb fanden, mit Blumentöpfen vor dem Haus.

Man merkt auch, dass der wachsende Tourismus für mehr Geld gesorgt hat. Selbst in den Dörfern wird gebaut und renoviert, genau wie in Havanna selbst.

Die Verkehrs- und Transportmittel sind sehr unterschiedlich. Es gibt selbstver-ständlich moderne Autos und Lastwagen, meist aus Japanischer Produktion. Aber wenn man aus den großen Städten herauskommt, sind Pferdekutschen ein wichtiger Bestandteil des Lebens. Ich kann mir kein anderes Land vorstellen, wo an der Autobahn ein Verbotsschild für Pferdewagen steht.

Das gesamte Leben auf dem Land läuft hier viel langsamer ab als bei uns. Das Land wird noch sehr viel mit Ochsen bestellt. Das sieht zwar sehr idyllisch aus, zeigt aber, wie arm das Land im Durchschnitt doch ist.

Rum und Tabak sind, soweit wir gehört haben, die beiden Haupt-Ausfuhrprodukte. Beides gibt es natürlich auch hier im Land günstig zu kaufen (natürlich nur für den eigenen Verbrauch). Eine Flasche guter Rum kostet ca. 5,50 US$, also ca. 1/3 bis 1/4 des Preises in Deutschland. Marken-Zigarren sind nicht ganz so preiswert, aber sie sind immerhin 20% billiger als hier. Aber man findet überall Geschäfte oder Bauern, die eigene Zigarren gut und günstig verkaufen. Auf der Straße selbst darf man natürlich nichts kaufen, wenn man nur ein kleines bisschen Qualität haben will.

Aber selbst diese für uns günstigen Preise, sind für die Einheimischen recht teuer. Jemand, der nicht in der Touristik-Branche arbeitet, verdient nur zwischen 200 und 400 US$ im Monat. Das Trinkgeld eines Kellners in einem Touristenlokal ist höher! Es gibt sogar Lebensmittelkarten für die Grundnahrungs-mittel - die darauf zu kaufende Menge reicht ungefähr für einen halben Monat aus, derRest muss auf dem normalen Markt gekauft werden..


Essen und Essen gehen: in den Touristenrestaurants gibt es meistens nur ein Gericht und Massenabfertigung (weil alle Reisegesellschaften verpflichtet sind, sie zu besuchen): Reis, Hühnchen oder Schweinefleisch, schwarze Bohnen, Kartoffeln, Yuca (eine Maniok-Art). In den privaten Restaurants, Paladares genannt, ist die Auswahl wesentlich größer. Natürlich ist es auch ein Unterschied, ob ich in einem Dorf oder in einer großen Stadt essen gehe.


Spanferkel aus dem 
Backofen bei 
Alberto ‚Vitamina’ 
in Vinales.

Wir haben in diesem Urlaub immer in Privat-Pensionen übernachtet. Sie waren sehr unterschiedlich. In der Casa Zenia-Wanda fanden wir ein Haus, das nur zur Vermietung genutzt wurde, der erhoffte Kontakt mit den Besitzern fiel völlig aus.  Dagegen fanden wir in der Casa de Concordia in Havanna sehr hilfsbereite und freundliche Eigentümer. Die anderen drei Casas haben leider keine Internetseite.

Aber egal wo wir waren, das Frühstück war immer ausgezeichnet und reichhaltig. Das gleiche galt für die Abendessen, die wir in den Unterkünften hatten: Der Tisch bog sich beinahe unter den vielen Speisen.

(Unten: 2 Beispiele für Abendessen li. und Frühstück re., jeweils für 2 Personen.)


Und der Strand: ein wunderschöner Sandstrand, der leider an 2 Tagen von Quallen verseucht war.

Wir waren an den Plajas del Este, ca. 30km von Havanna entfernt. Hier machen überwiegend die Einheim-ischen Urlaub. Der Ort sieht aus, als ob hier früher schon mal ein Touristendorf im Bau war, Die Strandbefestigungen und -Anlagen  sind aber weitgehend abgetragen, nur ab und zu sieht man noch Reste davon. Es gibt hier ein kleines Strandrestaurant wo wir Pizza und Fisch essen können und eine kleine Bar, wo es nur zu trinken gibt. Für alles andere müssen wir ins 2km entfernte Städtchen gehen. Dort essen wir zum ersten Mal im Leben Languste, die ebenfalls für uns sehr preiswert ist.


Eine ‚portugiesische Galeere’
Der leergegessene Langusten-Teller